Vergleichstabelle Baulohn Software 2026 mit DATEV, Lexware, BRZ und ADDISON SBS Lohn inklusive Bewertung von SOKA-BAU-Anbindung, Winterbau-Funktionen und Kosten.

Baulohn Software im Vergleich: DATEV, Lexware, BRZ und Alternativen

Thomas Keller sitzt an seinem Schreibtisch, drei Browser-Tabs offen, und vergleicht Preislisten. Sein Bauunternehmen mit 60 Mitarbeitenden braucht eine Lösung für die Baulohnabrechnung. DATEV, Lexware, BRZ: Jede Software verspricht, den Baulohn einfach zu machen. Doch nach drei Demoversionen und zwei Verkaufsgesprächen ist er unsicherer als vorher. Jede Software hat andere Stärken, andere Lücken, andere Preismodelle. Kann Software allein den Baulohn abdecken? Oder braucht er jemanden, der sich damit auskennt?

Diese Frage stellen sich viele Bauunternehmer. Die Antwort hängt davon ab, was Sie unter “Baulohn abdecken” verstehen. Wenn Sie eine Software suchen, die Lohngruppen, Zuschläge und SOKA-BAU-Beiträge berechnet, gibt es mehrere gute Optionen. Wenn Sie eine Lösung suchen, die auch Meldungen erstellt, Fristen überwacht, Erstattungen beantragt und bei Prüfungen durch Zoll oder SOKA-BAU hilft, reicht Software allein in den meisten Fällen nicht aus.

In diesem Vergleich stellen wir die gängigen Baulohn-Programme vor, bewerten ihre Stärken und Schwächen und zeigen, wann ein spezialisierter Dienstleister die wirtschaftlichere Lösung ist.

Was eine Baulohn Software können muss

Nicht jede Lohnsoftware kann Baulohn. Die Anforderungen gehen weit über die Standardabrechnung hinaus. Eine Baulohn-taugliche Software muss mindestens diese Funktionen bieten:

Tarifvertragliche Abrechnung: – Lohngruppen nach § 5 BRTV (LG 1 bis LG 6) mit aktuellen Tariflöhnen – Bauzuschlag-Berechnung (5,9% des Tarifstundenlohns) – Automatische Tarifanpassung bei Lohnerhöhungen (wie der Tariflohn Bau 2026 ab April) – Gehaltsgruppen für Angestellte (A I bis A X) – Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr

SOKA-BAU-Anbindung: – Berechnung der SOKA-BAU-Beiträge (Urlaubskasse 14,4%, Berufsbildung 1,9%, Zusatzversorgung 3,2%) – Schnittstelle zum SOKA-BAU-Meldeportal – Automatische Unterscheidung SOKA-pflichtiger und nicht SOKA-pflichtiger Beschäftigter (Bürokräfte, Minijobber sind ausgenommen) – Erstattungsanträge für Urlaubsvergütung

Winterbau-Abrechnung: – Saison-Kurzarbeitergeld (S-Kug) Berechnung – Mehraufwands-Wintergeld (MWG, 1,00 EUR/Stunde) und Zuschuss-Wintergeld (ZWG, 2,50 EUR/Stunde) – Ausfallstunden-Dokumentation – KEA-Portal-Integration für S-Kug-Anträge

Compliance: – Sofortmeldung bei Beschäftigungsbeginn (Pflicht im Baugewerbe, spätestens am Tag der Arbeitsaufnahme) – Branchenspezifischer Mindestlohn Bau (13,90 EUR seit Januar 2026, differenziert nach gelernt/ungelernt) – Arbeitszeitdokumentation für Zollprüfungen (Finanzkontrolle Schwarzarbeit) – Branchenspezifische Meldungen und Bescheinigungen

Die wichtigsten Baulohn-Programme im Vergleich

DATEV Lohn und Gehalt

DATEV ist die am weitesten verbreitete Lohnsoftware in Deutschland und wird von der großen Mehrheit der Steuerberater-Kanzleien eingesetzt. Für den Baulohn bietet DATEV ein spezielles Zusatzmodul.

Stärken: – Nahtlose Integration mit der Finanzbuchhaltung beim Steuerberater – SOKA-BAU-Schnittstelle für die elektronische Meldung – Regelmäßige Aktualisierung bei Tarifänderungen – Sehr hohe Verbreitung, viele Fachkräfte verfügbar

Schwächen: – Die Software ist leistungsfähig, aber komplex in der Bedienung – Baulohn-Modul muss separat lizenziert werden – Setzt fundierte Baulohn-Kenntnisse beim Anwender voraus – DATEV richtet sich primär an Steuerberater, nicht an Betriebe

Kosten: Lizenzgebühren ab ca. 40 EUR pro Monat zzgl. Baulohn-Modul. Die genauen Kosten hängen vom Leistungsumfang und der Anzahl der Mandanten ab. Für Betriebe, die DATEV über ihren Steuerberater nutzen, fallen die Lizenzkosten in der Regel in der Kanzlei an und werden als Teil der Abrechnungsgebühr weitergegeben.

Wichtig zu wissen: DATEV wird ausschließlich von Steuerberater-Kanzleien betrieben. Ein Bauunternehmen, das DATEV selbst nutzen will, braucht einen DATEV-Zugang und entsprechende Schulung. Die meisten Betriebe setzen DATEV indirekt über ihren Steuerberater ein. Ob der Steuerberater das Baulohn-Modul tatsächlich aktiviert hat und korrekt nutzt, ist eine andere Frage. Mehr dazu in unserem Artikel Baulohn vom Steuerberater.

Lexware lohn+gehalt

Lexware ist eine beliebte und weit verbreitete Software für kleine und mittlere Unternehmen. Im Vergleich zu DATEV ist Lexware deutlich einfacher zu bedienen und günstiger.

Stärken: – Intuitive Oberfläche, weniger Einarbeitungszeit – Günstige Einstiegspreise für kleine Betriebe – Integrierte Sofortmeldung und SV-Meldungen – Cloud-Version verfügbar

Schwächen: – Baulohn-Funktionalität eingeschränkt (kein vollständiges Baulohn-Modul) – SOKA-BAU-Meldungen nur teilweise automatisiert – Winterbau-Abrechnung (S-Kug, MWG, ZWG) nicht vollständig abgedeckt – Für größere Betriebe (ab 50 Mitarbeitende) an der Leistungsgrenze

Kosten: Ab ca. 25 EUR pro Monat in der Basisversion. Für erweiterte Funktionen und mehr Mitarbeitende steigen die Kosten auf 40 bis 70 EUR pro Monat.

Fazit Lexware: Für einen Malerbetrieb mit 5 Mitarbeitenden kann Lexware ausreichen. Für ein Bauhauptgewerbe-Unternehmen mit SOKA-BAU-Pflicht, Winterbau-Abrechnung und regelmäßigen Zollprüfungen stößt Lexware schnell an Grenzen.

BRZ (Bau-Rechenzentrum)

Das BRZ ist der Branchenprimus für Bau-Software. Anders als DATEV und Lexware ist das BRZ ausschließlich auf die Baubranche spezialisiert und bietet eine vollständige ERP-Lösung mit integriertem Baulohn.

Stärken: – Vollständige Baulohn-Abrechnung als Kernfunktion – Tiefe SOKA-BAU-Integration (Meldungen, Erstattungen, Urlaubskonten) – Winterbau-Abrechnung vollständig abgedeckt – Alle Tarifverträge des Bauhauptgewerbes hinterlegt – Schnittstelle zum KEA-Portal der Arbeitsagentur

Schwächen: – Höhere Kosten als Lexware oder DATEV – Komplexe Einrichtung und Einarbeitung – Primär für größere Bauunternehmen konzipiert – Betrieb benötigt geschultes Personal oder einen BRZ-Servicevertrag

Kosten: Variiert stark nach Unternehmensgröße und Modulen. Einstieg ab ca. 100 EUR pro Monat für den Lohnbereich. Mit BRZ-Servicevertrag (der Dienstleister übernimmt die Abrechnung) ab ca. 15 EUR pro Mitarbeiter und Monat.

Fazit BRZ: Die beste Wahl für Bauunternehmen, die eine All-in-One-Branchenlösung suchen und die Abrechnung im Haus behalten wollen. Der BRZ-Servicevertrag ist eine Hybrid-Lösung zwischen Software und Dienstleister: Sie nutzen die BRZ-Software, aber BRZ-Mitarbeitende übernehmen die eigentliche Abrechnung.

ADDISON SBS Lohn (Wolters Kluwer)

ADDISON SBS Lohn ist eine weit verbreitete Lohnsoftware von Wolters Kluwer, die vor allem in Steuerberater-Kanzleien und Lohnbüros zum Einsatz kommt. LohnDialog setzt ADDISON SBS Lohn selbst im Tagesgeschäft ein und kennt die Software aus der täglichen Abrechnungspraxis. Über den Technologiepartner Goldstein Softwaresysteme bietet LohnDialog eine eigene Servicehotline und Schulungen für ADDISON an.

Stärken: – ITSG-zertifiziert: alle gesetzlichen Meldungen (ELStAM, DEÜV, ZVK) abgedeckt – Regelmäßige Updates bei Gesetzes- und Tarifänderungen – Mandanten- und filialfähig, ideal für Kanzleien mit mehreren Mandanten – Stabile, bewährte Architektur mit breiter Anwenderbasis

Einschränkungen für den Baulohn: ADDISON SBS Lohn ist ein allgemeines Lohnprogramm, keine Baulohn-Spezialsoftware. Das bedeutet: Es gibt kein integriertes SOKA-BAU-Modul, keine automatische Winterbau-Abrechnung und keine KEA-Portal-Anbindung. Für die branchenspezifischen Anforderungen des Baulohns braucht es zusätzlich einen Experten, der die tarifvertraglichen und sozialversicherungsrechtlichen Besonderheiten beherrscht.

Genau hier setzt LohnDialog an: Die Kombination aus ADDISON SBS Lohn als technischer Plattform und dem Baulohn-Fachwissen der über 60 Experten ergibt eine Lösung, die sowohl die allgemeine Lohnabrechnung als auch den Baulohn vollständig abdeckt. Die Software rechnet korrekt, und das Fachteam steuert Eingruppierung, SOKA-BAU-Meldungen, Erstattungsanträge und Prüfungsbegleitung bei.

Kosten: Ab ca. 50 EUR pro Monat.

Weitere Lohnsoftware

Software

Schwerpunkt

SOKA-BAU

Winterbau

Preisniveau

SAGE HR Suite

Mittelstand allgemein

Eingeschränkt

Nein

Mittel bis hoch

eurodata edlohn

Steuerberater-Kanzleien

Ja

Teilweise

Mittel

Vergleichstabelle: Baulohn Software auf einen Blick

Kriterium

DATEV

Lexware

BRZ

ADDISON SBS

Lohngruppen BRTV

Ja

Teilweise

Ja

Ja

SOKA-BAU-Meldungen

Ja (Modul)

Eingeschränkt

Vollständig

Ja (Modul)

Winterbau (S-Kug)

Teilweise

Nein

Ja

Teilweise

MWG/ZWG-Berechnung

Teilweise

Nein

Ja

Teilweise

Sofortmeldung

Ja

Ja

Ja

Ja

Tarifvertrags-Updates

Automatisch

Manuell

Automatisch

Automatisch

KEA-Portal-Anbindung

Nein

Nein

Ja

Nein

Zielgruppe

Steuerberater

Kleine Betriebe

Bau-Betriebe

Steuerberater, Lohnbüro

Kosten/Monat (ab)

~40 EUR + Modul

~25 EUR

~100 EUR

~50 EUR

Software allein reicht oft nicht

Die beste Software nützt wenig, wenn sie falsch bedient wird. Das ist das zentrale Problem beim Baulohn: Die Software berechnet korrekt, was eingegeben wird. Aber sie entscheidet nicht, ob ein Mitarbeiter in LG 3 oder LG 4 eingruppiert werden muss. Sie erinnert nicht daran, dass der SOKA-BAU-Meldestichtag am 15. des Monats ist. Sie stellt keinen Erstattungsantrag für Urlaubsvergütung. Und sie beantwortet keine Rückfragen der Arbeitsagentur zur S-Kug-Dokumentation.

Typische Fehlerquellen trotz guter Software:

  • Falsche Eingruppierung: Die Software rechnet korrekt mit LG 3, obwohl der Mitarbeiter aufgrund seiner Qualifikation in LG 4 gehört. Ergebnis: Tarifverstoß, Nachforderung bei Prüfung.

  • SOKA-BAU-Ausnahmen übersehen: Bürokräfte und Minijobber sind nicht SOKA-pflichtig. Wer sie trotzdem meldet, zahlt Beiträge ohne Erstattungsanspruch.

  • Erstattungen nicht beantragt: Die SOKA-BAU erstattet einen Teil der gezahlten Urlaubsvergütung. Wer die Erstattung nicht aktiv geltend macht, verliert bares Geld.

  • Winterbau-Fristen verpasst: S-Kug muss innerhalb bestimmter Fristen beantragt werden. Eine Software ohne Fristenmanagement lässt diese Ansprüche verfallen.

  • Tarifänderungen zu spät eingepflegt: Ab April 2026 steigen alle Bau-Tariflöhne um 3,9% und Ost-Löhne werden erstmals an West-Niveau angeglichen. Wer die neuen Tabellen nicht rechtzeitig einspielt, rechnet einen Monat zu niedrig ab.

Ein Baulohn-Dienstleister löst dieses Problem, weil er nicht nur die Software bedient, sondern das Fachwissen mitbringt. LohnDialog arbeitet deshalb mit ADDISON SBS Lohn als technischer Basis und ergänzt die Software durch spezialisiertes Baulohn-Wissen. Er prüft Eingruppierungen, überwacht Fristen, stellt Erstattungsanträge und begleitet Prüfungen. Wenn ein Mitarbeiter von der Baustelle ins Büro wechselt, passt der Dienstleister die SOKA-Pflicht an. Wenn ein neuer Azubi anfängt, meldet er ihn bei der SOKA-BAU an und überwacht die Erstattungsstaffel. Die Details dazu finden Sie in unserem Leitfaden Baulohn abrechnen lassen.

Wann Software reicht und wann nicht

Software kann ausreichen, wenn: – Sie einen Baulohn-erfahrenen Sachbearbeiter im Haus haben – Ihr Betrieb weniger als 20 Mitarbeitende hat – Sie die SOKA-BAU-Meldungen selbst beherrschen – Sie einen Steuerberater mit Baulohn-Erfahrung haben, der die Software betreibt

Ein Dienstleister ist die bessere Wahl, wenn: – Sie keinen ausgebildeten Baulohn-Sachbearbeiter im Haus haben – Sie mehr als 20 Mitarbeitende beschäftigen und das Risiko von Fehlern steigt – SOKA-BAU-Meldungen, Winterbau und Prüfungen Sie Zeit und Nerven kosten – Sie wachsen und die Abrechnung nicht von einer einzelnen Person abhängen soll – Die Kosten für Software, Updates, Schulung und Personalbindung den Dienstleisterpreis übersteigen

Kostenvergleich für 60 Mitarbeitende:

Kostenposition

Eigene Software

Dienstleister

Software-Lizenz

100 bis 200 EUR/Monat

entfällt

Personalkosten Sachbearbeiter (anteilig)

2.500 bis 3.500 EUR/Monat

entfällt

Schulung und Weiterbildung

500 bis 1.000 EUR/Jahr

entfällt

Dienstleisterkosten (60 MA x 16 EUR)

entfällt

960 EUR/Monat

Gesamtkosten/Jahr

~35.000 bis 50.000 EUR

~11.520 EUR

Die Differenz erklärt sich vor allem durch die anteiligen Personalkosten. Ein Sachbearbeiter, der den Baulohn eigenständig abwickeln kann, muss bezahlt, geschult und vertreten werden. Fällt diese Person aus (Krankheit, Kündigung, Elternzeit), steht der Betrieb vor einem Problem. Ein Dienstleister übernimmt all das im Paket und stellt die Vertretung sicher. Selbst wenn Ihr Ansprechpartner im Urlaub ist, läuft die Abrechnung weiter.

Zusätzlich fallen bei eigener Software versteckte Kosten an: Jährliche Updates bei Tarifänderungen, Schulungen bei Gesetzesänderungen (wie der Ost-West-Angleichung ab April 2026), Lizenzverlängerungen und IT-Support. Diese Posten summieren sich über die Jahre.

SOKA-BAU-Systemprüfung ab 2027

Ab dem 1. Januar 2027 müssen SOKA-BAU-Meldungen aus systemgeprüften Programmen erfolgen. Manuelle Meldungen sind dann nicht mehr zulässig. Für Betriebe, die bisher manuell über das SOKA-BAU-Portal gemeldet haben, bedeutet das einen Handlungsbedarf: Entweder die eigene Software muss die Systemprüfung bestehen, oder die Meldung läuft über einen Dienstleister, der bereits ein geprüftes System einsetzt. Wer jetzt noch keine Lösung hat, sollte zeitnah planen.

Welche Programme aktuell SOKA-BAU-zertifiziert sind, erfahren Sie direkt bei der SOKA-BAU. DATEV, BRZ und die meisten größeren Anbieter werden voraussichtlich zertifiziert. Für kleinere Softwarelösungen ist die Zertifizierung noch offen. Prüfen Sie bei Ihrem aktuellen Anbieter rechtzeitig, ob eine Zertifizierung geplant ist, damit Sie zum Stichtag vorbereitet sind.

Häufige Fragen

Welche Software für Baulohn?

Die Wahl hängt von der Betriebsgröße und der vorhandenen Expertise ab. Für Steuerberater ist DATEV Standard mit einem speziellen Baulohn-Modul. Kleine Betriebe mit wenigen Mitarbeitenden greifen oft zu Lexware, das aber bei SOKA-BAU und Winterbau an Grenzen stößt. Bauunternehmen, die eine vollständige Branchenlösung suchen, setzen auf BRZ als spezialisiertes Bau-Rechenzentrum. Lohnbüros und KMUs arbeiten gern mit ADDISON SBS Lohn. Für alle Optionen gilt: Die Software ist nur so gut wie die Person, die sie bedient. Ohne Baulohn-Fachwissen führt auch die beste Software zu Fehlern bei Eingruppierung, SOKA-Meldungen und Erstattungsanträgen.

Was kostet eine Baulohn Software?

Die reinen Softwarekosten variieren stark: Lexware startet ab ca. 25 EUR pro Monat, DATEV ab ca. 40 EUR plus Baulohn-Modul, BRZ ab ca. 100 EUR pro Monat, ADDISON SBS Lohn ca. 50 EUR pro Monat. Hinzu kommen jährliche Kosten für Updates, Schulungen (besonders bei Tarifänderungen wie der Ost-West-Angleichung 2026) und ggf. Supportverträge. Die reinen Softwarekosten sind allerdings nur ein Bruchteil der Gesamtkosten: Der größte Posten ist das Personal, das die Software fachkundig bedienen muss. Rechnen Sie bei einer Vollzeit-Sachbearbeiterkraft mit 30.000 bis 45.000 EUR Personalkosten pro Jahr.

Kann ich Baulohn mit Lexware abrechnen?

Lexware bietet grundlegende Lohnabrechnung, die für einfache Baulohn-Fälle ausreichen kann. Die SOKA-BAU-Funktionalität ist jedoch eingeschränkt, und die Winterbau-Abrechnung (S-Kug, MWG, ZWG) wird nicht vollständig unterstützt. Für Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitenden im Bauhauptgewerbe ist Lexware in der Regel nicht ausreichend.

Ist DATEV für Baulohn geeignet?

Ja, DATEV bietet mit dem Baulohn-Modul eine leistungsfähige Lösung. Die Software wird regelmäßig aktualisiert und verfügt über eine SOKA-BAU-Schnittstelle. Voraussetzung ist allerdings, dass der Anwender (Steuerberater) die tarifvertraglichen und sozialversicherungsrechtlichen Besonderheiten des Baulohns kennt. DATEV allein macht noch keinen Baulohn-Experten.

Was ist besser: Baulohn Software oder Dienstleister?

Das hängt von Ihrer Situation ab. Software lohnt sich, wenn Sie einen erfahrenen Baulohn-Sachbearbeiter im Haus haben und die Kontrolle über den Prozess behalten wollen. Ein Dienstleister lohnt sich, wenn Sie das Fachwissen extern einkaufen und sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren wollen. Für die meisten Bauunternehmen ab 20 Mitarbeitenden ist der Dienstleister die wirtschaftlichere Lösung, weil die Personalkosten für einen eigenen Sachbearbeiter den Dienstleisterpreis deutlich übersteigen. Bei einem Dienstleister wie LohnDialog zahlen Sie ab 1 EUR pro Mitarbeiter und Monat für eine Full-Service-Abrechnung inklusive SOKA-BAU, Winterbau und Prüfungsbegleitung.

Brauche ich eine SOKA-BAU-zertifizierte Software?

Ab 2027 ja. Die SOKA-BAU verlangt dann Meldungen aus systemgeprüften Programmen. Wenn Sie einen Dienstleister nutzen, ist das dessen Aufgabe. Wenn Sie selbst abrechnen, muss Ihre Software die Zertifizierung haben. Klären Sie frühzeitig mit Ihrem Softwareanbieter, ob die Zertifizierung geplant ist.

Baulohn ist mehr als Software. Wir übernehmen das für Sie.

Sie suchen nach der richtigen Baulohn Software, aber eigentlich suchen Sie nach einer Lösung, die funktioniert? LohnDialog übernimmt Ihre Baulohnabrechnung als Full-Service-Dienstleister. Sie brauchen keine Software zu kaufen, keinen Sachbearbeiter zu schulen und keine SOKA-BAU-Meldungen selbst zu erstellen. Alles aus einer Hand: Lohnabrechnung, SOKA-BAU, Winterbau, Sofortmeldungen, Prüfungsbegleitung. Mit über 35 Jahren Erfahrung, mehr als 60 Experten und einem festen persönlichen Ansprechpartner.

Bild von Isabel Kießling
Isabel Kießling

Fachautorin für Lohn- und Gehaltsthemen mit Fokus auf praxisnahe Informationen rund um die Entgeltabrechnung.