Zum 31. Dezember 2026 wird GDI Lohn & Gehalt eingestellt. Ab Januar 2027 lassen sich damit keine Lohnabrechnungen mehr durchführen. Für viele Arbeitgeber und HR-Abteilungen heißt das: Die Lohnabrechnung muss rechtzeitig auf eine neue, zukunftssichere Lösung umgestellt werden, und zwar bevor der Jahreswechsel Druck macht.
Das klingt nach einem reinen Softwarewechsel. Ist es aber nicht. In der Praxis hängen daran viele Fragen, von der sauberen Übernahme der Stammdaten bis zur Absicherung der Abrechnung während der Übergangsphase. Dieser Beitrag zeigt, was jetzt zu klären ist, welche Wege aus GDI Lohn & Gehalt führen und wie Sie den Wechsel ohne Zeitdruck und ohne Risiko gestalten.
Was die Einstellung von GDI Lohn & Gehalt konkret bedeutet
Mit dem Stichtag 31. Dezember 2026 endet die Nutzbarkeit von GDI Lohn & Gehalt für die laufende Abrechnung. Ab Januar 2027 können Sie damit keine Löhne und Gehälter mehr abrechnen. Das ist kein Detail, sondern ein harter Schnitt, denn eine Lohnsoftware muss dauerhaft aktuell gehalten werden: Beitragssätze, Meldeverfahren, Sachbezugswerte und steuerliche Vorgaben ändern sich jedes Jahr. Ein System, das nicht mehr gepflegt wird, ist für die Lohnabrechnung nicht mehr rechtssicher.
Ein früher Wechsel soll genau die Engpässe vermeiden, die bei einem verspäteten Umstieg drohen: bei der Migration der Daten, bei der Implementierung des neuen Systems und beim Support. Marktbeobachtungen zeigen, dass die intensivste Wechselphase ab Mitte 2026 beginnt. Wer bis kurz vor dem Stichtag wartet, konkurriert mit vielen anderen Betrieben um dieselben Kapazitäten bei Anbietern und Dienstleistern. Wer früh startet, hat dagegen Zeit für Testabrechnungen, Schulungen und eine saubere Übergabe.
Welches Risiko ein nicht mehr gepflegtes Lohnprogramm birgt
Die Einstellung von GDI Lohn & Gehalt ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern der Rechtssicherheit. Sobald ein Lohnprogramm keine Updates mehr erhält, arbeitet es mit veralteten Beitragssätzen, Rechengrößen und Meldeformaten. In der Lohnabrechnung wirkt sich das sofort aus.
Die Folgen sind konkret. Falsch berechnete Sozialversicherungsbeiträge fallen spätestens bei der nächsten Betriebsprüfung auf und führen zu Nachforderungen. Fehlerhafte oder nicht mehr anerkannte Meldeformate können dazu führen, dass Meldungen an die Sozialversicherung oder das Finanzamt abgewiesen werden. Und die Verantwortung dafür bleibt beim Arbeitgeber, unabhängig davon, welches Programm im Einsatz war. Wer über den 31. Dezember 2026 hinaus mit GDI Lohn & Gehalt abrechnen wollte, stünde also nicht nur ohne Support da, sondern ginge ein reales Haftungsrisiko ein. Genau deshalb ist der Wechsel keine Kür, sondern eine Pflichtaufgabe mit festem Zeithorizont.
Warum das mehr ist als ein reiner Softwarewechsel
Eine neue Software zu installieren ist das eine. Die Lohnabrechnung ohne Bruch weiterlaufen zu lassen, ist das andere. Genau hier zeigt sich, dass ein Systemwechsel im Lohn immer auch ein fachliches Projekt ist. Sechs Fragen entscheiden darüber, ob der Umstieg gelingt.
Wie werden die Stammdaten sauber übernommen?
Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel?
Wer begleitet die Umstellung fachlich?
Wie bleibt die Abrechnung während der Übergangsphase sicher?
Was passiert mit Sonderfällen, Tariflohn, Baulohn oder SOKA-BAU?
Und wer übernimmt, wenn intern die Zeit oder das Know-how fehlt?
Jede dieser Fragen hat eine konkrete Antwort. Wer sie vor dem Wechsel klärt, vermeidet die typischen Stolperfallen.
Die sechs Fragen, die Sie jetzt klären sollten
Wie werden die Stammdaten sauber übernommen? Firmen- und Personalstammdaten, Lohnarten, Tarifzuordnungen, Pfändungen, Darlehen und laufende Sondervereinbarungen müssen vollständig und fehlerfrei in das neue System übertragen werden. Ein strukturierter Export aus GDI Lohn & Gehalt und ein geprüfter Import sind die Grundlage. Fehler an dieser Stelle ziehen sich sonst durch jede folgende Abrechnung.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel? Technisch ist ein Umstieg im gesamten Jahr 2026 möglich. Fachlich ist der Jahreswechsel oft ideal, weil dann die Lohnkonten sauber abgeschlossen sind. Wichtiger als der exakte Termin ist der Vorlauf: Beginnen Sie früh genug, dass eine Probeabrechnung parallel zur alten Lösung laufen kann.
Wer begleitet die Umstellung fachlich? Ein Wechsel im Lohn braucht jemanden, der die Abrechnung wirklich versteht, nicht nur die Software. Die Zuordnung von Lohnarten, die korrekte Abbildung von Zuschlägen und die Prüfung der ersten Abrechnungen sind fachliche Aufgaben, keine reinen IT-Themen.
Wie bleibt die Abrechnung während der Übergangsphase sicher? Der sicherste Weg ist der Parallellauf: Die neue Lösung rechnet probeweise mit, während die alte noch produktiv ist. So lassen sich Abweichungen erkennen, bevor sie zum Problem werden. Erst wenn die Probeabrechnung stimmt, erfolgt die Live-Übernahme.
Was passiert mit Sonderfällen, Tariflohn, Baulohn oder SOKA-BAU? Standardfälle sind schnell übertragen. Anspruchsvoll wird es bei Tariflohn, Schichtmodellen und besonders im Baulohn mit SOKA-BAU-Meldungen. Diese Themen brauchen ein System und Fachkräfte, die sie beherrschen.
Wer übernimmt, wenn intern die Zeit oder das Know-how fehlt? Nicht jedes Unternehmen hat die Kapazität, einen Systemwechsel neben dem Tagesgeschäft zu stemmen. Genau dann lohnt es sich, den Wechsel begleiten oder die Lohnabrechnung ganz übernehmen zu lassen.
Zwei Wege aus GDI Lohn & Gehalt
Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten, und beide führen aus GDI Lohn & Gehalt heraus.
Weg eins: Wechsel auf eine neue Lohnsoftware. Sie rechnen weiterhin selbst ab, nur mit einem anderen, zukunftssicheren Programm. Als Zielsysteme werden am Markt unter anderem ADDISON, DATALINE Lohnabzug und Quick-Lohn genannt. Dieser Weg gibt Ihnen die volle Kontrolle, verlangt aber, dass Sie die Migration, die Schulung und die dauerhafte Pflege des Systems selbst leisten und das nötige Lohn-Know-how im Haus vorhalten.
Weg zwei: die Lohnabrechnung auslagern. Statt selbst ein neues System einzuführen, geben Sie die laufende Lohn- und Gehaltsabrechnung an einen Full-Service-Dienstleister. Sie liefern die Bewegungsdaten, der Dienstleister übernimmt Software, Meldungen und Fachwissen. Der Systemwechsel wird damit für Sie zum Nichtereignis, weil er beim Dienstleister stattfindet. Welche Aufgaben ein solcher Anbieter konkret übernimmt, lesen Sie im Beitrag Dienstleister für die Lohnabrechnung.
Genau hier setzt LohnDialog an. Wir begleiten Unternehmen nicht nur beim Wechsel von GDI Lohn & Gehalt, sondern übernehmen auf Wunsch die komplette laufende Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Wie LohnDialog den Wechsel begleitet
Für Arbeitgeber und HR bedeutet die Zusammenarbeit mit LohnDialog vor allem eines: Der Wechsel wird zum geführten Projekt statt zur zusätzlichen Belastung. Konkret heißt das:
Weniger Projektstress bei der Umstellung, weil ein eingespieltes Team den Wechsel steuert.
Klare Zuständigkeiten statt zusätzlicher Aufgaben im Tagesgeschäft.
Fachliche Sicherheit bei komplexen Abrechnungsthemen wie Zuschlägen, Tariflohn und Baulohn.
Digitale Prozesse und strukturierte Datenübergabe über Upload-Portale und Schnittstellen zur Zeiterfassung.
Persönliche Ansprechpartner, die die Abrechnung wirklich verstehen und über den Wechsel hinaus Ihr fester Kontakt bleiben.
Für den Wechsel selbst ist ein Detail besonders praktisch: LohnDialog arbeitet mit ADDISON SBS Lohn, also genau der Software, die auch Wolters Kluwer als Zielsystem für GDI-Nutzer empfiehlt. Als Softwarepartner steht Goldstein mit ADDISON SBS Lohn für die technische Seite. Sie profitieren also von einem etablierten Zielsystem und von 35 Jahren Erfahrung, über 60 Fachkräften an vier Standorten und einer festen Vertretungsregelung, die die Abrechnung auch bei Urlaub oder Krankheit absichert. Übernimmt LohnDialog die Abrechnung vollständig, rechnen wir ab einer Mindestgröße von drei Mitarbeitenden ab, zu einem Festpreis von 11 Euro pro Mitarbeitenden und Monat für die allgemeine Lohnabrechnung und 17 Euro im Baulohn.
Der richtige Zeitpunkt: warum sich ein früher Start lohnt
Gerade jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich mit dem Wechsel zu beschäftigen. Wer früh startet, vermeidet Zeitdruck, Engpässe und unnötige Risiken zum Jahresende. Ein früher Umstieg ermöglicht Testabrechnungen, Mitarbeiterschulungen und eine saubere Übergabe, ohne operativen Druck.
Das Gegenteil ist der Wechsel in letzter Minute. Wer bis zum Dezember 2026 wartet, wechselt genau dann, wenn die Jahresendarbeiten, die letzten Meldungen und der Jahreswechsel ohnehin die meiste Zeit binden. Dazu kommt die Konkurrenz um Kapazitäten, weil viele GDI-Nutzer gleichzeitig umsteigen. Ein Vorlauf von einigen Monaten nimmt diesen Druck heraus und macht aus einem Notfall ein geplantes Projekt. Wie der komplette Ablauf einer Umstellung aussieht, zeigt der Beitrag Lohnabrechnung erstellen lassen.
Denn Lohnabrechnung braucht vor allem eines: Sicherheit. Und genau die sollte nicht erst gesucht werden, wenn die alte Lösung kurz vor dem Aus steht.
Sonderfälle: Tariflohn, Baulohn und SOKA-BAU beim Wechsel
Für Betriebe im Baugewerbe kommt zum Stichtag ein zweiter Grund hinzu, jetzt zu handeln. GDI Lohn & Gehalt endet am 31. Dezember 2026, und genau zum 1. Januar 2027 greift die digitale Meldepflicht der SOKA-BAU: Meldungen müssen dann aus systemgeprüften Programmen erfolgen, manuelle Meldungen sind nicht mehr zulässig. Wer Baulohn abrechnet, braucht also zum Jahreswechsel ohnehin ein zukunftssicheres System, das die SOKA-BAU-Meldungen digital und geprüft übermittelt.
Das macht den Wechsel für Bauunternehmen besonders anspruchsvoll, denn Baulohn ist eine eigene Disziplin: SOKA-BAU-Beiträge, Urlaubskassenverfahren, Tarifverträge und Sozialkassen müssen korrekt abgebildet werden. Ein Dienstleister mit Baulohn-Erfahrung übernimmt hier nicht nur die Software, sondern das gesamte Spezialwissen. Mehr dazu, wie LohnDialog Baulohn abbildet, finden Sie auf der Seite Baulohn.
Was der Wechsel für Ihre Mitarbeitenden bedeutet
Ein Systemwechsel im Lohn betrifft nicht nur die HR-Abteilung, sondern jede Person im Unternehmen, die eine Abrechnung erhält. Das wichtigste Versprechen lautet deshalb: Die Gehaltszahlung läuft ohne Unterbrechung weiter, und die Abrechnungen bleiben pünktlich und korrekt. Ein sauberer Parallellauf stellt genau das sicher.
Ein moderner Anbieter bringt zusätzlich Vorteile mit, die GDI-Nutzer bisher oft nicht hatten: digitale Lohnzettel, ein Portal für den Zugriff auf die eigenen Unterlagen und einen Self-Service, über den Mitarbeitende Adress- oder Kontoänderungen selbst pflegen. Der Wechsel wird so nicht nur zur Pflicht, sondern zur Gelegenheit, die Lohnprozesse zu modernisieren. Wie ein solches digitales Lohnbüro arbeitet, lesen Sie unter Ihr digitales Lohnbüro.
Checkliste für den Wechsel von GDI Lohn & Gehalt
Damit der Umstieg strukturiert abläuft, hilft eine klare Reihenfolge:
Bestandsaufnahme: Erfassen Sie, welche Mandanten, Mitarbeitenden, Lohnarten und Sonderfälle abgerechnet werden.
Zeitpunkt festlegen: Planen Sie den Wechsel mit ausreichend Vorlauf, idealerweise mit Ziel Jahreswechsel und einigen Monaten Puffer.
Weg entscheiden: Klären Sie, ob Sie selbst mit neuer Software abrechnen oder die Abrechnung auslagern wollen.
Stammdaten exportieren: Sichern Sie die Daten aus GDI Lohn & Gehalt strukturiert für die Übernahme.
Parallellauf einplanen: Lassen Sie eine Probeabrechnung parallel zur alten Lösung laufen und prüfen Sie die Ergebnisse.
Schulung und Übergabe: Sorgen Sie für Schulung der Beteiligten oder für die vollständige Übergabe an den Dienstleister.
Live-Übernahme: Steigen Sie erst um, wenn die Probeabrechnung stimmt.
Eine strukturierte Orientierung, worauf Sie bei der Anbieterwahl achten sollten, bietet der Dienstleister-Vergleich.
Häufige Fragen zur Einstellung von GDI Lohn & Gehalt
Wird GDI Lohn & Gehalt wirklich eingestellt?
Ja. GDI Lohn & Gehalt wird zum 31. Dezember 2026 eingestellt. Ab Januar 2027 können damit keine Lohnabrechnungen mehr durchgeführt werden.
Bis wann kann ich GDI Lohn & Gehalt noch nutzen?
Für die laufende Abrechnung ist das System bis zum 31. Dezember 2026 nutzbar. Da eine nicht mehr gepflegte Lohnsoftware jedoch schnell an gesetzliche Grenzen stößt, ist ein Wechsel deutlich vor dem Stichtag ratsam.
Was passiert mit meinen Daten beim Wechsel?
Ihre Stammdaten werden aus GDI Lohn & Gehalt exportiert und in das neue System übernommen. Eine saubere Datenübernahme mit anschließender Probeabrechnung stellt sicher, dass die Abrechnung ohne Bruch weiterläuft.
Welche Alternative gibt es zu GDI Lohn & Gehalt?
Sie können auf eine neue Lohnsoftware wie ADDISON umsteigen und weiter selbst abrechnen, oder die Lohnabrechnung an einen Full-Service-Dienstleister auslagern, der Software und Fachwissen mitbringt. Welches Modell passt, hängt von Ihrer Zeit, Ihrem Know-how und Ihrer Betriebsgröße ab.
Wann sollte ich den Wechsel starten?
So früh wie möglich. Ein Vorlauf von einigen Monaten erlaubt Testabrechnungen, Schulungen und eine saubere Übergabe. Wer bis zum Jahresende wartet, wechselt unter Zeitdruck und trifft auf ausgelastete Anbieter.
Kann ich die Lohnabrechnung auch ganz auslagern, statt neue Software einzuführen?
Ja. Statt selbst ein neues System einzuführen, übernimmt ein Dienstleister die komplette laufende Lohn- und Gehaltsabrechnung. Der Systemwechsel findet dann beim Dienstleister statt, für Sie entfällt das Software-Projekt.
Was ist beim Baulohn zu beachten?
Im Baulohn kommt zum GDI-Stichtag die digitale SOKA-BAU-Meldepflicht ab dem 1. Januar 2027 hinzu. Beides zusammen macht ein zukunftssicheres, systemgeprüftes Programm zum Jahreswechsel zur Pflicht. Ein Dienstleister mit Baulohn-Erfahrung bildet SOKA-BAU, Tarifverträge und Sozialkassen korrekt ab.
Muss ich zwingend zu ADDISON wechseln?
Nein. ADDISON ist eines von mehreren Zielsystemen und wird unter anderem von Wolters Kluwer für GDI-Nutzer empfohlen. Sie können auch andere Lohnsoftware wählen oder die Abrechnung komplett auslagern. LohnDialog arbeitet mit ADDISON SBS Lohn, sodass beim Auslagern kein zusätzliches Software-Projekt für Sie entsteht.
Wie lange dauert der Wechsel von GDI zu einem Dienstleister?
Die Umstellung mit Datenübernahme, Einrichtung der Lohnarten und einer Probeabrechnung dauert in der Regel ein bis drei Monate mit einem parallelen Probelauf. Deshalb ist ein früher Start entscheidend, damit dieser Vorlauf vor dem Stichtag Platz hat.
Was kostet der Wechsel?
Der Aufwand hängt von Ihrer Ausgangslage ab, etwa von der Zahl der Mitarbeitenden und der Komplexität der Abrechnung. Übernimmt LohnDialog die laufende Abrechnung, gilt ein Festpreis pro Mitarbeitenden und Monat. Die konkreten Preismodelle und ab wann sich der Schritt lohnt, finden Sie im Beitrag Was kostet eine externe Lohnabrechnung.
Sie nutzen aktuell GDI Lohn & Gehalt?
Sie möchten wissen, wie ein Wechsel zu LohnDialog aussehen kann? Dann sprechen Sie uns gern an. Wir nehmen Ihre Ausgangslage auf, zeigen Ihnen den passenden Weg aus GDI Lohn & Gehalt und begleiten die Umstellung, oder übernehmen die Lohnabrechnung gleich vollständig.
Unser Team freut sich auf Sie.




