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Das Lexikon ist in einfacher Sprache gehalten.

Warum einfache Sprache?
Zitat Wikipedia
Texte in Einfacher Sprache ermöglichen einem Großteil der Bevölkerung Zugang zu Informationen oder Literatur und sind damit auch Teil von Barrierefreiheit. Bei der Einfachen Sprache geht es also nicht darum, Texte für bildungsferne Gruppen zu verfassen, sondern schwierige Texte an die Lesekompetenz breiter Bevölkerungsgruppen anzupassen.

Wir als LohnDialog stehen hinter Integration und Barrierefreiheit.
Wir möchten, dass alle Menschen Zugang zu Bildung haben und sich unabhängig informieren können.

Angestellter

Ein Angestellter erhält jeden Monat das gleiche Gehalt.
Egal wie viele Stunden er gearbeitet hat.
Im Gegensatz zum Arbeiter. Der bekommt nur die erarbeiteten Stunden bezahlt.

Arbeiter

Arbeiter sind Arbeitnehmer mit einem Stunden-lohn.
Manchmal hat der Monat weniger Arbeits-stunden. Dann bekommt der Arbeiter nur die erarbeiteten Stunden bezahlt.

Midi-jobs / Übergangs-bereich

Als Midi-job wird Arbeit mit einem Lohn zwischen 450,01 EUR und 1.300,00 EUR pro Monat genannt.
Dieser Betrag ist brutto. Brutto bedeutet ohne Abzüge.

Midi-jobs werden auch Übergangs-bereich genannt.
Der Übergang ist zwischen einer gering-verdienenden Arbeit und einer Vollzeit-Arbeit.
Ein Geringverdiener darf maximal 11 Stunden pro Woche arbeiten. Er darf nur 450 EUR brutto bekommen.
Eine Vollzeit-Arbeit sind 40 Stunden pro Woche. Vollzeit-Arbeiter müssen mindestens 1.600 EUR brutto bekommen.

Mindestlohn

In Deutschland gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn.
Der Mindestlohn ist zur Zeit 9,35 EUR brutto. Brutto bedeutet ohne Abzüge.
Dieser Betrag von 9,35 EUR muss mindestens für 1 Stunde Arbeit bezahlt werden.

Es gibt für viele Berufe einen Mindestlohn.
Im Krankenhaus oder als Bauarbeiter wird ein anderer Mindestlohn gezahlt.

Die aktuellen Mindestlöhne erfahren Sie bei uns im Download-Center und auf der Webseite des Zoll. Achtung, diese Seite beinhaltet keine einfache Sprache.

Mini-job / Gering-verdiener

Mini-job wird eine Arbeit mit einem maximalem Lohn bis 450 EUR brutto genannt. Brutto bedeutet ohne Abzüge.
Ein Mini-Job wird auch gering-verdienende Beschäftigung genannt.

Ein Mini-Job ist renten-versicherungs-pflichtig.
Es wird nur der Betrag für die Renten-versicherung abgezogen.
Mit einer Befreiung wird dieser Betrag nicht abgezogen.
Die Befreiung muss schriftlich bei dem Arbeitgeber vorgelegt werden.

Mini-jobs sind über die Knappschaft Bahn/See versichert. Die Knappschaft Bahn/See ist eine Krankenkasse.
Bei dieser Krankenkasse werden sozial-versicherungs-pflichtige Meldungen für Mini-jobs bearbeitet.

Die Abgaben eines Minijobs sind:

AbgabeartenHöhe der Abgaben
Pauschaler Beitrag zur KV13 %
Beitrag Arbeitnehmer zur RV - ohne Befreiung3,6 %
U10,9 %
U20,19 %
Beitrag Arbeitgeber zur RV 15 %
Beitrag zur AVkeine Abgabe
Beitrag zur PVkeine Abgabe
Beitrag zur Unfallversicherungje nach Versicherungsträger
Insolvenzgeldumlage0,06 %
Steuer pauschal2 %

Pauschal-steuern

Pauschal heißt allgemein. Ohne Abgrenzung.

Im Lohn gibt es Pauschalsteuern bei den Gering-verdienern.
Bei denen muss der Arbeitgeber 2 % Pauschal oder nach der Lohnsteuerklasse des Arbeitnehmers die Lohnsteuer bezahlen.
Diese 2 % Pauschal oder nach Lohn-steuer-klasse kann der Arbeit-geber auf den Arbeit-nehmer „abwälzen“. Abwälzen heißt, dass der Arbeit-nehmer die Steuern bezahlen muss.

Pfändung

Bei einer Pfändung gibt es 3 Parteien:

Schuldner Der Schuldner hat sich etwas vom Gläubiger geliehen.
Gläubiger Der Gläubiger hat dem Schuldner etwas geliehen.
Treuhänder Der Treuhänder verwaltet die Pfändung für den Gläubiger.

Kann der Schuldner seine Schulden bei dem Gläubiger nicht mehr bezahlen, kann der Gläubiger eine Pfändung beantragen.
Die Pfändung beantragt der Gläubiger bei dem Amtsgericht, bei dem Zoll oder bei Rechtsanwälten.
Eine Pfändung für Lohn oder Gehalt heißt „Pfändungs- und Einziehungsverfügung“

Dem Arbeitgeber des Schuldners wird die Pfändung per Boten zugestellt.
Der Bote vermerkt Datum und Uhrzeit der Übergabe.

Der Arbeitgeber muss ein Schreiben ausfüllen.
Dieses Schreiben heißt „Drittschuldnererklärung“.
Mit der Dritt-schuldner-erklärung erklärt der Arbeitgeber, dass er die pfändbaren Beträge an den Treuhänder überweist.

Der pfändbare Betrag wird durch eine Tabelle ermittelt.
In dieser Tabelle sind unterhalts-berechtigte Personen berücksichtigt.
Unterhalts-berechtigte Personen sind zum Beispiel Kinder im Haushalt, der Ehepartner oder zu pflegende Angehörige.

Der Treuhänder hat meist ein extra Bankkonto für den Gläubiger eingerichtet.
Die pfändbaren Beträge werden monatlich an den Treuhänder überwiesen. Bis die Pfändung beglichen ist.

Sozialversicherung

In der Sozial-versicherung unterscheidet man 4 Arten:

Kranken-versicherung
Renten-versicherung
Arbeitslosen-versicherung
Pflege-versicherung

Krankenversicherung:
In Deutschland gilt eine Versicherungspflicht. Alle Arbeitnehmer müssen krankenversichert sein.

Minijobber sind über die Knappschaft Bahn/See versichert.
Alle anderen Arbeitnehmer können sich ihre Krankenkasse aussuchen.
Jede Krankenkasse hat einen anderen Zusatzbeitrag, dieser wird vom Arbeitnehmer selbst getragen.

Ab einem Einkommen von 5.212,50 EUR können Sie sich privat krankenversichern.
Alle Abzüge vom Bruttolohn für die 4 Arten werden an die Krankenkasse abgeführt.
Der Arbeitgeber überweist die Beträge an die Krankenkasse.
Die Krankenkasse überweist an die anderen 3 Arten.

Rentenversicherung:
Durch die Einzahlung in die Rentenkasse erwirbt sich der Einzahler einen Rentenanspruch.
Ab Eintritt seiner Rente wird dieser Rentenanspruch gültig.
Über die Höhe des Rentenanspruches wird jedes Jahr informiert. Die Renten-versicherung schreibt Ihnen einen Brief.

Arbeitslosenversicherung:
Im Falle eines Arbeits-verlustes kann ein Arbeitnehmer die Arbeitslosen-versicherung in Anspruch nehmen.
Hier wird zwischen ALG 1 und ALG 2 (HartzIV) unterschieden. ALG heißt Arbeits-losen-geld.

Pflegeversicherung
In der Pflege-versicherung sind Heim-unterbringung oder Pflege-dienste gänzlich oder teilweise gedeckt.
Durch die Pflege-versicherung wird eine Pflegestufe festgelegt. Die Pflegestufe legt die finanzielle Eigenbeteiligung fest.

Arbeitnehmer ohne Kinder über 23 Jahre müssen 0,25 % ihres Einkommen extra in die Pflegeversicherung einzahlen.
Diese 0,25 % werden vom Arbeitnehmer selbst getragen.

Steuern

Jeder Arbeiter und Angestellte muss Lohnsteuer bezahlen.

Die 3 wichtigsten Steuern in der Lohn-abrechnung sind:

Lohnsteuer
Die Lohnsteuer wird mit einer Tabelle ermittelt. Dort sind Kinder-freibeträge und Steuer-klassen berücksichtigt.

Kirchen-steuer
Die Kirchen-steuer wird nur von Arbeitnehmern mit Kirchen-zugehörigkeit abgezogen.
Die Kirchen-zugehörigkeit wird in den ELStAM-Daten hinterlegt.
ELStAM heißt Elektronische Lohn-Steuer-Abzugs-Merkmale
Die Kirchensteuer wird mit 8 % oder 9 % von der Lohnsteuer berechnet. Je nach Bundesland in dem Sie leben.
Auch dieser Wert ist in der Lohnsteuertabelle enthalten.

Soli-Zuschlag
Der Soli-Zuschlag beträgt 5,5 % von der Lohnsteuer.
Soli ist die Abkürzung für Solidarität.

Lohnsteuerklassen

Es gibt 6 verschiedene Lohn-steuer-klassen.
Diese sind in römischen Ziffern angegeben.

Vereinfacht gibt es folgende Steuer-klassen für folgende Voraussetzung:

I1ledig
II 2alleinerziehend mit Kind
III3verheiratet - bekommt mehr Lohn als sein Ehepartner
IV4verheiratet - beide Ehepartner bekommen gleich viel Lohn
V5verheiratet - bekommt weniger Lohn als sein Ehepartner
VI6mehr als 1 Arbeits-stelle

Werkstudent

Werkstudenten sind arbeitende Studenten.
Sie dürfen maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten.
Das Studium soll wichtiger sein.

Ein Werkstudent braucht eine Immatrikulations-bescheinigung.
Immatrikulation heißt, dass der Werkstudent an einer Universität lernt.